|

Seit 1998 bin ich
T.T.E.A.M.-Practitioner (Lehrerin) für Pferde, seit 2006 in der
Ausbildung für Hunde und andere Kleintiere, die ich 2008
abschliessen werde.
Die T.T.E.A.M.-Methode (Tellington-Touch
Every Animal Method) ist nach meiner Überzeugung die ideale
Ergänzung zur Tierkommunikation.
Viele
Tiere sind sehr
dankbar, wenn wir
ihnen die ganz
besondere Zuwendung
des Tellington-Touches
zukommen lassen und
körperliche
Verspannungen, die
oft die Ursache für
Verhaltensprobleme
sind, lösen .... Es
bereitet einfach
viel Freude, die
Bindung durch TTeam-Arbeit noch zu
verstärken.
Dank der achtsamen und bewussten Bodenarbeit ist es möglich,
auf respektvolle, liebevolle Art und Weise und mit Klarheit eine
Partnerschaft aufzubauen, die Lernfähigkeit wird gesteigert.
Viele
psychisch bedingte Probleme, unter denen gerade unsere
domestizierten Tiere leiden, manifestieren sich im Körper in
Form von Blockaden, organischen Leiden oder Problemen am
Bewegungsapparat. Mittels Tellington-Touch kann all dies
positiv beeinflusst, u.U. sogar gelöst werden.
Der Tellington-Touch (Ttouch) ist
leicht zu erlernen für jeden Menschen und gleichzeitig sehr
effektiv.
Fotos von meinem ersten
Hunde-Kombi-Kurs:
Hundedame Muffy - Ttouches an den
Vorderbeinen:
Kraftpaket Rottweiler einbandagiert
und in der Balanceleine, so können auch so temperamentvolle
Hunde wie die Hündin Boa konzentriertes und bewusstes Vorgehen
und Selbstkontrolle lernen, Aufgaben der Bodenarbeit bewältigen
und viel über ihren Körper und somit über sich erfahren:
Die selbstbewußte Chihuahua-Dame
Coco mit ihrer konzentrierten Menschin Marion:
:
Und natürlich probieren wir die
Wirkung auch an uns selbst aus, hier Herta im "Selbstversuch":
......................................................................................................................
Ich unterrichte mit viel Freude
Tierkommunikations/TTeam-Kombikurse. Voraussetzung ist die
vorherige Teilnahme an einem Basiskurs Tierkommunikation, da es
zu viel Informationsverarbeitung bedeuten würde, mit beiden
Themen neu zu beginnen. Zu Beginn eines Kombikurses spüren wir
in die Tiere hinein, wie sie sich körperlich und seelisch
anfühlen; zum Ende des Kurses nehmen wir dann nochmal diesen
Kontakt zu ihnen auf, um zu erfahren, was sich durch die
TTeam-Arbeit verändert hat.
......................................................................................................................
Bei Pferden kann die Rittigkeit und
die Zusammenarbeit unter dem Sattel verbessert werden. Aber
auch bei allen anderen Tieren wird mit jedem Ttouch die Bindung
zueinander gestärkt.
Halsringreiten:
Foto 1: bewusste Biegung durch das
Labyrinth
Foto 2: aufmerksam im Trab
Foto 3: ... und dann auch mal stürmisch im Galopp -
Pankhri eben
J

Mit TTEAM wird stress- und druckfrei
mit dem Tier gearbeitet. Unter diesen Bedingungen kann leicht
gelernt und in die Balance gefunden werden, körperlich,
seelisch und emotional. So ist es möglich, Respekt, Vertrauen
und die Mitarbeit des Tieres aufzubauen.
TTouch-Ohrenarbeit an Huskyhündin
Kira: und am Fortbildungskurs an Hase "Veltins"

Ein bewegender Artikel von Edie Jane
Eaton, eine von mir sehr geschätzte TTeam-Ausbilderin
(www.listeningtowhispers.com):
Sicherheit vor allem!
"Kannst du dir vorstellen, dass du Angst
vor der Dunkelheit hast?

Im Versuch diese Angst zu überwinden, gehst
du nachts aus dem Haus und lässt die Haustür hinter dir offen.
Stück für Stück bewegst du dich weiter weg vom beruhigenden
Licht des Türeingangs. Aber dann fällt die Türe zu und du hörst
das „Klick“, wie die Tür abgeschlossen wird! Wie sicher fühlst
du dich jetzt? Das ist ein Beispiel, dass ich meinen
Kursteilnehmerinnen gebe, wenn sie mit Ängsten von Tieren
arbeiten. Man denkt oft, dass man ein Tier in eine Situation
bringen kann, in der es sich nicht sicher fühlt, und durch das
Füttern von Leckerchen, gutes Zureden oder Locken können wir ihm
helfen zu entdecken, dass das Leben in dieser beängstigenden
Situation gut ist. Das mag für den Augenblick funktionieren,
aber ich frage mich, ob es ein effektiver Weg ist, Tiere zu
lehren, wie sie mit stressigen Situationen umgehen können. Wäre
es nicht besser, sie würden lernen, mit der Situation wirklich
zu recht zu kommen? Und das können sie lernen! Lernen erfordert
gewisse Bedingungen: Moderne Untersuchungen von Stress und
seinen Auswirkungen stützen die Gedanken von Abraham Maslow. Er
stellte 1947 eine „Bedürfnispyramide“ auf. Seine Theorie besagt,
dass Menschen gewisse Basisbedürfnisse erfüllt haben müssen,
bevor wir uns höheren Funktionen wie z.B Lernen,
Selbstbewusstsein, Problemlösungen widmen können. Dieses Modell
scheint für nicht menschliche Tiere genauso zuzutreffen. Die
grundlegendsten Bedürfnisse sind die physiologischen, zum Leben
brauchen wir Essen, Schlaf, Atem etc. Diese werden direkt
gefolgt vom Bedürfnis nach einem Gefühl von Sicherheit. Wie auch
immer gibt es Momente, in denen das Bedürfnis von Sicherheit
überwiegt gegenüber dem Bedürfnis des Physiologischen. Wir sehen
das z.B., wenn ängstliche Tiere nicht essen. Also denken Sie in
der Praxis daran: Sicherheit vor allem!
Sicherheit mag an erster Stelle stehen,
aber sie kommt nicht alleine. Ein Artikel der New York Times vom
Oktober 2006, motivierte mich dieses Aufsatz zu schreiben. Der
Titel des Artikels war: „Der Zusammenbruch der Elefanten“ von
Charles Siebert. Er spricht davon, wie Elefanten an Stress
leiden und wie man ihnen helfen kann, sich zu erholen. Was er
schreibt, wurde von mehreren wissenschaftlichen Nachforschungen
bestätigt: „… wir wissen jetzt, dass Elefanten verletzt sein
können wie wir. (Und) wir lernen, dass sie es genauso gut
überwinden können wie wir.“ Das sind beruhigende Worte für jene
von uns, die menschliche Erfahrungen als die beste Annäherung
nutzen bei dem Versuch das Verhalten von Tieren zu verstehen –
So wie ich das mache, wenn ich von der Angst vor der Dunkelheit
spreche. Von der Arbeit im Elefanten Wildpark in Tennessee
berichtet er Folgendes: „ Es werden große Anstrengungen
unternommen … um den Elefanten sowohl ein Gefühl von Sicherheit
und Entscheidungsfreiheit zu vermitteln – beides Säulen der
Traumatherapie beim Menschen…“
Das Gefühl von Sicherheit und die
Entscheidungsfreiheit sind auch Säulen der Tellington Methode.
Diese Vorraussetzungen unterstützen den Prozess, ein Tier vom
instinktiven und selbstschützenden Verhalten dahin zu bringen,
dass es lernt zu lernen. Das ist eine Art, wie die Arbeit von
ihrer Gründerin Linda Tellington Jones beschrieben wird.
Vor vielen Jahren habe ich in Deutschland
einen
Ttouch-Kurs unterrichtet.
An einer sehr schüchternen weißen
Deutschen Schäferhündin habe ich eine von Kathy Cascade – eine
unserer Instruktorinnen - entwickelte Technik gezeigt, die
Hunden mit Trennungsangst hilft. Diese Technik erfordert die
oben genannten Vorraussetzungen. Ein Gefühl von Sicherheit und
Entscheidungsfreiheit. Die „Regel“ ist, dass der Hund immer die
Möglichkeit hat, zurückzukehren zu seiner Sicherheit.
Ich habe ein paar Leckerchen auf den Boden
geworfen, um zu erreichen, dass die Hündin sich von ihrem
Besitzer entfernt. Die Gruppe saß in einem Kreis und ich
forderte die Hündin auf in die Mitte des Kreises zu kommen,
während die Leute sehr darauf achteten, sie nicht anzustarren.
Sie kam drei Meter näher und kehrte dann zurück zu ihrem Platz
neben ihrem Besitzer. Beim zweiten Mal ging sie nur einen Meter
vor, bevor sie zurückkehrte und beim dritten Mal als ich die
Leckerchen vor mich warf, stand sie zwar auf, kam aber nicht auf
mich zu, sondern versteckte sich hinter dem Stuhl ihres
Besitzers, um sich niederzulegen und von mir wegzuschauen. Ich
verstand genug deutsch um zu wissen, dass viele diese Übung als
gescheitert betrachteten – aber ich war zufrieden: Die Hündin
hatte gemerkt, dass sie eine Wahl hatte und nutzte diese.
Das offensichtliche Ergebnis dieses
Prozesses war erstaunlich! Am nächsten Morgen begannen wir den
Kurs mit genau der gleichen Übung und dieses Mal kam sie direkt
in den Kreis, schaute sich um, nahm die Leckerchen und ging dann
ruhig zurück zu ihrem Besitzer. Von da an war ihr Austausch mit
anderen Personen innerhalb des Kurses wesentlich verändert.
Eine ähnliche Situation habe ich mit einem
Polizeipferd in einem Kurs in Südafrika erlebt. Es fiel dem
Pferd schwer, getrennt von einem anderen Pferd zu sein und es
war ein ständiger Kampf für den Reiter, das Pferd vorwärts gehen
zu lassen. Ich schlug vor, dass wann immer das Pferd zu dem
anderen Pferd gehen wollte, es dieses auch tun dürfe. Nach all
dem was ich seit meiner Kindheit über Horsemanship gelernt
hatte, war diese Idee ziemlich ketzerisch! Es ist eine
Herausforderung der uralten Argumente über das Lernen der
Pferde, dass sie nicht als Sieger hervorgehen dürfen etc. Zum
Glück war der Reiter einverstanden, meiner Idee eine Chance zu
geben – Er hatte in der Vergangenheit mehrere
Auseinandersetzungen mit dem Pferd verloren und war offen dafür,
Neues auszuprobieren. Und raten Sie mal? Nach einigen Malen,
die das Pferd die Erlaubnis hatte zurück zu seinem Pferdefreund
zu gehen, war es schließlich damit einverstanden, seinen eigenen
Weg zu gehen.
Die Wichtigkeit von Sicherheit und
Entscheidungsfreiheit wurde mir auch nahe gebracht von einer
kleinen Morgan Stute, die ich letzten Sommer traf. Sie hatte
eine etwas anderes Art, ihre Sorgen auszudrücken: Sie blieb
stehen wie angewurzelt. Was ihr am sichersten erschien, war
einfach nichts zu tun. Sie war klein genug, dass man sie herum schieben konnte, und um die Dinge schnell zu erledigen und
sie von einem Ort zum anderen zu bringen, war sie in ihrem Leben
ordentlich herumgeschubst worden. Also was konnte ich anderes
tun als vorzuschlagen – nochmals Ketzerei! –, dass sie einfach
die Erlaubnis bekam, noch eine Weile stehen zu bleiben, bevor
man ihr freundlich vorschlug, sich doch zu bewegen. Es brauchte
etwas Zeit - und mehrere Wiederholungen dieses Prozesses –,
bevor sie in der Lage war sich zu bewegen. Aber irgendetwas
musste bei ihr angekommen sein, denn während den weiteren Tagen
des Kurses ging sie bereitwillig vorwärts, schaute freundlicher
und, als ein unerwarteter Bonus, war sie sogar leichter
einzufangen.
Diese Konzepte gehören auch zu der
Feldenkrais-Methode, in der ich ausgebildet bin. Die
Feldenkrais-Strategie, die sich auf diese Idee der „ Sicherheit
vor allem“ bezieht, lässt sich zurückführen auf ein Zitat von
Moshe Feldenkrais: „ Wenn du weißt, was du tust, kannst du tun,
was du willst.“ Wenngleich es die Absicht des Practitioners
ist, dass sich der Klient in einer neuen und anderen Art und
Weise bewegt, so beginnt der Prozess vielleicht damit, dass er
mehr darüber lernt, was er bereits tut und lernt, wie er das
besser und leichter machen kann. Als Ergebnis davon wird der
Klient experimentierfreudiger, was neue und befremdliche (aber
nützliche!) Bewegungen angeht, die sich anfangs falsch oder
komisch anfühlen. Diese Vorgehensweise ist viel erfolgreicher,
um eine nützliche Änderung zu erwirken, als wenn man sie das tun
lässt, von dem wir glauben, was am Besten für sie ist.
Hören Sie das Echo von der deutschen
Schäferhündin und den beiden Pferden?
Ob man Sicherheit findet, indem man sich
hinter einem Menschen versteckt, oder bei einem Artgenossen
bleibt, ob man bleibt, wo man ist oder ob man sich in einer
vertrauten Art bewegt – Sicherheit als Wahlmöglichkeit zu geben,
bedeutet folgendes: Die Tür bleibt offen, zwischen dem Bekannten
und Unbekannten, dem Haus und der Dunkelheit. Wir können hin und
her gehen und bei Gelegenheit mit Vertrauen durchstarten. "
Mehr Informationen zu dieser Arbeit
unter www.tteam.de
Bücher von Linda Tellington-Jones,
die diese Arbeit entwickelt hat:
Der neue Weg im Umgang mit Tieren
Tellington-Training für Hunde
Tellington-Training für Pferde
TTouch für Katzen
TTouch For you! Gesundheit und
Wohlbefinden mit dem Tellington-Touch
(ein Buch über Tellington-Touch für
Menschen, diese Ausbildung wird ebenfalls seit einigen Jahren
angeboten)
|